Unser Leitfaden: So gelingt Reis perfekt!

13. Oktober 2025

Reis ist das weltweit häufigste Grundnahrungsmittel – und doch bleibt seine Zubereitung für viele ein Rätsel. Dabei ist es ganz einfach, wenn man ein paar grundlegende Schritte beherrscht und immer die Methode wählt, die zur jeweiligen Reissorte passt.

Wie man Rundkornreis kocht

Rundkorn-Puddingreis, Risottoreis (Arborio oder Carnaroli) und Paella-Reis (Bomba) werden direkt mit weiteren Zutaten gegart, damit sie Geschmack und Aroma aufnehmen können. Die im Reis enthaltene  Stärke ist unerlässlich für die cremige Konsistenz, daher sollten diese Sorten auch niemals vorher gewaschen werden. Für Risotto wird der Reis während des Kochens ständig umgerührt, um noch mehr Stärke freizusetzen.

Kurzkörniger Reis – die japanische Methode

In der japanischen Küche werden typischerweise kurzkörnige Reissorten wie Koshihikari oder Sasanishiki verwendet. Die Zubereitung folgt einem sorgfältigen Ritual, das dem Reis seine charakteristische, glänzende, klebrig-weiche Textur verleiht. Und so geht's:

Geben Sie den Reis in eine Schüssel und bedecken Sie ihn mit kaltem Wasser. Rühren Sie ihn schnell mit der Hand um und giessen Sie das Wasser sofort ab – das erste Wasser ist trüb, da es viel Stärke enthält. Den Reis beim Waschen sanft mit der Handfläche „massieren”, aber Vorsicht: nicht zerdrücken! Den Vorgang drei- bis fünfmal wiederholen, bis das Wasser weitgehend klar bzw. nur noch leicht milchig aussieht.

Der Reis kann nun nach japanischer Methode in einem Reiskocher zubereitet werden. Wichtig: Nach dem Kochen 10 bis 15 Minuten stehen lassen, ohne den Deckel zu öffnen. So kann der Dampf gleichmässig zirkulieren. Alternativ lässt sich der Reis auch in einem Topf garen. Den Reis ins Wasser geben und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Das Reis-Wasser-Verhältnis ist normalerweise 1:1 oder nach Anweisung auf der Reispackung. Sobald es zu brodeln beginnt, die Temperatur auf niedrige Stufe reduzieren und etwa 12 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln. Dann den Herd ausschalten und den Reis weitere 10 bis 15 Minuten dämpfen lassen, ohne den Deckel anzuheben.

Übrigens: Kurzkörniger Reis eignet sich perfekt für die Zubereitung von Onigiri.

Wie man Sushi-Reis kocht

Japanischer Sushi-Reis ist ebenfalls eine kurzkörnige Reissorte, aber hier gelten andere Regeln. Er muss zuerst gründlich gewaschen und vor dem Kochen eingeweicht werden, damit die Körner quellen und die gewünschte klebrige Konsistenz entwickeln. Der grösste Unterschied liegt jedoch in der Würzung: Nach dem Kochen wird Sushi-Reis mit einer Mischung aus Reisessig, Zucker und Salz gewürzt, um den unverwechselbaren Geschmack und die Konsistenz zu erzielen, die für Sushi typisch sind. Schauen Sie sich unser Rezept zum Kochen von Sushi-Reis an, in dem auch unser spezielles Kikkoman Würzmittel für Sushi-Reis zum Einsatz kommt.

Nachdem Sie nun den Sushi-Reis perfekt im Griff haben, ist es an der Zeit, sich an der Zubereitung Ihres eigenen köstlichen Homemade Sushi oder veganes Sushi! zu versuchen! 

Sie können neben den traditionellen Füllungen auch Sushi mit frischen Früchten wie Apfel, Kaki, grüne Mango oder Kiwi sowie Konserven wie Thunfisch oder Mais probieren.

Kochen von Langkornreis

Langkornreis wie Basmati- oder Jasminreis sollte zuerst gewaschen werden, um die pulvrige Stärke zu entfernen, und dann nach der in Asien bevorzugten Absorptionsmethode gekocht werden. Befolgen Sie dabei diese fünf einfachen Schritte:

  1. Den Reis zum Abmessen in eine Tasse oder einen Becher füllen und die Oberfläche glattstreichen. Wenn Sie den Reis abwiegen (ca. 75 g pro Person), schütten Sie ihn anschliessend in einen Messbecher, um zu sehen, wieviel Wasser benötigt wird. Dann den Reis in ein Sieb geben.
  2. Den Reis gut in kaltem Wasser spülen, bis das Wasser klar ist.
  3. Den gewaschenen Reis zusammen mit Salz (falls gewünscht) in einen Topf geben. Wasser im Verhältnis von zwei Teilen Wasser zu einem Teil Reis hinzufügen – dabei alles mit demselben Gefäss abmessen. Zum Beispiel: Eine Tasse Reis (ergibt 1 Portion) benötigt zwei Tassen Wasser zum Garen, zwei Tassen Reis (für 2 Portionen) benötigen vier Tassen Wasser.  Wenn Sie den Reis lieber abwiegen, wird ebenfalls verdoppelt: Auf z. B. 75 g Reis kommen 150 ml Wasser. Um Zeit zu sparen, können Sie kochendes Wasser aus dem Wasserkocher verwenden.
  4. Das Wasser bei starker Hitze zum Kochen bringen und den Topf einmal schwenken, damit sich die Körner gleichmässig verteilen.
  5. Den Topf mit einem Deckel verschliessen, die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren und den Reis 10 Minuten garen.
  6.  

Am Ende der Garzeit sollte das gesamte Wasser vom Reis aufgenommen sein. Probieren Sie ein paar Körner, um zu überprüfen, ob der Reis gar ist. Wenn er länger braucht, decken Sie ihn wieder zu, lassen ihn noch einige Minuten ziehen und probieren erneut. Nun den Herd ausschalten und den Reis mit einer Gabel auflockern. Für die optimale Konsistenz – falls noch Restwasser vorhanden sein sollte – den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 5 Minuten stehen lassen.  Danach den Reis erneut auflockern – so trennen sich die Körner und werden schön leicht.

Tipp: Langkornreis während des Kochens niemals  umrühren, da dadurch Stärke freigesetzt wird und der Reis verklebt!

 

Brauner oder roter Reis

Braune oder rote Reissorten wie Camargue-Reis brauchen länger zum Kochen und erfordern mehr Wasser: nämlich etwa 1,25 Mal so viel wie bei der oben beschriebenen Methode für Langkornreis (also für 75 g Reis ca. 190 ml Wasser). Wird der Reis vor der Zubereitung mindestens 30 Minuten eingeweicht, verkürzt sich die Kochzeit.

Wie viel Reis braucht man pro Person

Die Reismenge hängt vom Rezept ab – ob er als Beilage serviert wird oder Teil eines Gerichts ist mit vielen weiteren Zutaten wie zum Beispiel bei Paella oder Jambalaya. Als allgemeine Richtlinie gilt: 50 bis 75 g ungekochter Reis pro Person.

Wie lange muss Reis kochen

Die Kochzeit richtet sich nach der Reissorte und der verwendeten Methode. Im Allgemeinen liegt sie zwischen 15 und 50 Minuten. Weisser Reis ist in der Regel am schnellsten gar, er braucht etwa 15 bis 20 Minuten. Brauner Reis benötigt 40 bis 50 Minuten, Parboiled Reis (vorbehandelter Reis) nur etwa 20 Minuten. 

Fehlerbehebung bei der Reiszubereitung:

  • Der Reis ist zu hart: Zu wenig Wasser oder zu kurze Garzeit. Mehr kochendes Wasser hinzufügen und einige Minuten länger kochen lassen.
  • Der Boden ist angebrannt: Die Hitze während des Kochens war zu hoch.
  • Das Wasser wurde nicht vollständig aufgenommen: Zu wenig Wasser – etwas mehr kochendes Wasser hinzufügen und 2 bis 3 Minuten länger kochen lassen.
  • Klebriger Reis: Zu viel Wasser oder nicht gut genug gewaschen.

Die besten Rezepte für Reis vom Vortag

Haben Sie noch gekochten Reis übrig? Werfen Sie ihn nicht weg. Kühlen Sie ihn schnell ab, indem Sie ihn auf einem Brett verteilen. Geben Sie ihn dann in einen Behälter mit Deckel, bewahren Sie ihn im Kühlschrank auf und verbrauchen Sie ihn innerhalb von 2 bis 3 Tagen.

Es gibt viele leckere Möglichkeiten, Reisreste zu verwerten:

Probieren Sie doch einmal gebratenen Reis mit würzigen Eiern und Gemüse oder den Klassiker Nasi Goreng. Haben Sie Lust auf einen Snack? Versuchen Sie zum Beispiel Yaki Onigiri mit Miso und Käse.

Sie können frisch gekochten und (wie oben beschrieben) vollständig abgekühlten Reis auch portionsweise in Gefrierbeuteln bis zu einem Monat lang einfrieren. Erwärmen Sie ihn im gefrorenen Zustand in der Mikrowelle, bis er kochend heiss ist, und geniessen Sie ihn zu Chili con Carne oder Curry.

Wie Sie sehen, kann Reis aus Resten köstlich sein. Und denken Sie daran: 100 % reine Kikkoman Sojasauce ist die perfekte Würze sowohl für frisch gekochten Reis als auch für Reisreste.

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