Was sind eigentlich Onigiri?

Onigiri sind japanische Reisbällchen. Gekochter Reis ist der Hauptbestandteil dieser Bällchen, die Hand geformt werden und sehr oft gefüllt sind. In Japan sind Onigiri ein beliebter, schneller Snack für unterwegs. Sie sind besonders in den Conbini sehr gefragt – das sind kleine japanische Supermärkte, die rund um die Uhr geöffnet sind. Dort ist die Auswahl an verschiedenen Sorten gross – alle frisch und praktisch verpackt. Der Onigiri-Trend kommt nun auch zunehmend nach Europa. Das hat seinen Grund, denn Onigiri gelten als einfach, lecker und sättigend – ideal für Schule, Arbeit, zwischendurch und unterwegs.

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Onigiri – eine lange Geschichte

Onigiri haben ihre Wurzeln im alten Japan, wo gekochter Reis zu praktischen tragbaren Bällchen geformt wurde. Bereits im 11. Jahrhundert werden sie als „Tonjiki” erwähnt. Am Anfang waren sie einfache, salzige Reisbällchen ohne Füllung, die vor allem bei Reisenden beliebt waren, weil man sie leicht aus der Hand essen konnte. Im 16. Jahrhundert kamen sogenannte „Yaki Onigiri” auf –  als Samurai begannen, Onigiri zu grillen, um sie länger haltbar zu machen. Später kamen Füllungen wie Fisch oder Gemüse dazu. Die heutige Form und die Umwicklung mit Seetang (Nori) sowie die Vielzahl verschiedener Füllungen entwickelten sich erst viel später. Heute gibt es viele moderne Rezepte. Sie reichen von sehr schlicht bis kreativ. Onigiri verbinden Tradition mit neuen Ideen und sind leicht zu Hause nachzumachen.

Klassische Onigiri

Klassische Onigiri bestehen aus weissem Reis, einer Hülle aus Algen (Nori) und einer einfachen Füllung. Besonders beliebt sind Varianten mit Fisch. Allerdings steht der Reis mit seinem milden Geschmack im Mittelpunkt des Genusses. Die Algenhülle sorgt für Würze und gibt der ganzen Sache Halt. Diese Form der Onigiri ist die populärste und wird in Japan täglich gegessen. Drei der beliebtesten klassischen Arten sind:

  • Sake: Gegrillter oder geräucherter Lachs
  • Thunfisch-Mayo: Mit Mayonnaise vermengter Dosen-Thunfisch
  • Mentaiko: Würzig marinierter Fischrogen

Vegetarische Onigiri

Vegetarische Onigiri sind eine beliebte Alternative zu Fisch oder Fleisch. Sie werden mit Gemüse, Tofu oder eingelegten Zutaten gefüllt. Typisch sind Avocado, Gurke oder eingelegte Pflaumen. Sie punkten vor allem mit ihrem frischen Geschmack und ihrer Leichtigkeit.

Wie bereitet man Onigiri zu?

Der grosse Vorteil von Onigiri ist zweifellos, dass sie ganz einfach zuzubereiten sind:

1) Reis auswählen: Japanischer Rundkornreis (Sushi-Reis) ist für Onigiri ideal.

2) Reis waschen: Sehr wichtig – mehrmals mit kaltem Wasser spülen, bis es klar bleibt.

3) Reis kochen: Hier gibt es mehrere Varianten. Mit unserem Sushi-Reis-Rezept liegst du immer richtig.
Nach dem Kochen den Reis kurz ruhen lassen.

4) Würzen: Entweder machst du es dir einfach und würzt den Reis, wie in unserem Sushi-Reis Rezept, mit Kikkoman Würzmittel für Sushi-Reis, oder du nimmst eine Mischung aus 2 EL Reisessig, 20 g Zucker und 5 g Salz.

5) Füllung vorbereiten: Ob Fisch, Fleisch oder Gemüse – alles klein schneiden oder zerdrücken.

6) Formen: Den Reis in die Hand nehmen, die Füllung in die Mitte geben und locker zu einer Kugel formen. 
Kleiner Tipp, damit die Hände sauber bleiben: Lege den Reis auf ein Stück Frischhaltefolie. Platziere die Füllung in der Mitte und drehe die Folie fest zusammen. So bekommt das Onigiri ganz einfach eine kompakte, stabile Form. Du kannst auch auf Onigiri-Formen oder Onigiri-Maker aus Plastik zurückgreifen. Dann geht‘s noch einfacher.

7) Umhüllen:  Kurz vor dem Essen mit Nori umwickeln, damit alles besser zusammenhält.

Onigiri-Füllungen und -Arten

Es gibt viele Arten von Onigiri: einfach nur aus Reis, gefüllt, in der Pfanne gebraten oder gegrillt
Manche werden knusprig gebraten serviert, zum Beispiel mit einer Kruste aus Sojasauce oder Miso, andere bleiben weich. Die Form ist oft dreieckig oder rund.
Klassische Füllungen sind unter anderem Umeboshi (sauer eingelegte Salzpflaume), Konbu (in Sojasauce gekochter Seetang) oder Okaka (getrocknete Bonito-Fischflocken mit Sojasauce). 
Sehr beliebt ist die Variante Yaki Onigiri. Hierbei werden die Reisbällchen in der Pfanne oder auf dem Grill gebraten und mit Kikkoman Sojasauce bestrichen. So entsteht eine herrlich knusprige, goldbraune Kruste und ein unverwechselbares, würziges Aroma – echtes japanisches Soulfood!
Du musst dich aber nicht an die klassischen japanischen Vorgaben halten. Sei kreativ! Es eignet sich im Prinzip alles, was dein Herz begehrt: von Käse über Kimchi mit Quark, Hähnchen-Mayo oder Speck bis hin zu Avocado-Wasabi, Teriyaki-Tofu, Edamame, Miso-Walnuss oder eingelegtem Gemüse wie Takana.
Als Garnitur sind Sesam oder Frühlingszwiebeln sehr beliebt. Für die Umhüllung kannst Du  Nori oder Omelett-Streifen nutzen. Du kannst die Reisbällchen aber auch ganz ohne Hülle servieren.

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